Allgemein

  • Zwei Zuhause

    Die Überraschung ist gelungen. Meine Enkeltochter hat morgen Geburtstag und ich hatte schon im Juli einen Flug nach Deutschland gebucht. Heimlich. Mein Sohn wusste nichts davon, die Kleine natürlich auch nicht. Am Freitag hat mich meine Freundin vom Flughafen abgeholt, wir haben zusammen gefrühstückt und ich bin dann kurz vor 12:00 Uhr zum Kindergarten gelaufen. Die Kleine war völlig baff und ist sofort auf meinen Schoß geklettert. Und wollte nicht mehr runter. Dann haben wir auf meinen Sohn gewartet. Hat sich gelohnt 😉 Seitdem genieße ich meine Tage hier. Ich verbringe Zeit auf dem Spielplatz, liege mit meiner Enkeltochter eingekuschelt unter einer Decke und lese ihr vor, mache ausgedehnte Spaziergänge mit meiner Freundin, war bei Freunden eingeladen und sonntags im Gottesdienst. Wir haben Pommes und…

  • Die Verdauung von Kohlenhydraten, Eiweiß und Fett – kinderleicht erklärt

    Als ich mir vor zwei Jahren die Ausbildung zur ärztlich geprüften Ernährungsberaterin gegönnt habe, haben mich einige gefragt: „Warum machst du das eigentlich? Du weißt doch schon so viel über Ernährung.“ Stimmt. Im Laufe von inzwischen 35 Jahren habe ich mir wirklich eine ganze Menge Ernährungswissen angeeignet. Ich habe unzählige Bücher gelesen, Fortbildungen besucht, Kurse gegeben, Vorträge gehalten und natürlich auch durch Lebe leichter unglaublich viel gelernt. Aber erstens lernt man ja nie aus. Und zweitens gab es durchaus Themen, bei denen ich dachte: Ja, weiß ich. Bis ich gemerkt habe: Ich weiß es eigentlich nur so ungefähr. Und genau das hat mich gereizt. Ich wollte verstehen, was in unserem Körper wirklich passiert. Heute, zwei Jahre später, habe ich die Ausbildung längst abgeschlossen und bilde mich trotzdem…

  • Zwischen Bequemlichkeit und Abenteuer

    „Wie wäre es, wenn wir heute zur Quelle fahren?“, fragte ich meinen Mann Samstag früh. Wir hatten 39. Hochzeitstag. Auf Restaurant hatten wir keine Lust, abends sollte es Garnelen geben. Die kann mein Mann besonders gut. Und dann kam mir die Idee: Wieso eigentlich nur abends schön essen? Wir könnten doch einfach mal einen Ausflug machen. Mein Mann und ich sind da nämlich ziemlich oft einfach sehr bequem. Ausflug heißt: Cali packen, Essen vorbereiten, lange Fahrt … Da ist es oft viel einfacher, gemütlich zu Hause zu bleiben. Das Meer haben wir ja quasi vor der Haustür. Eigentlich Ausflug genug. Aber weil es Samstag ziemlich wellig war, wussten wir, dass eine Bootfahrt nicht infrage kommt. Und an den Strand kommt mein Mann nicht mit. Wieso…

  • Ausgebucht

    Wie krass ist das Bitteschön? Mein SELAH-Kurs, der am 6. Oktober startet, ist ausgebucht. Das, was 2019 eigentlich nur eine Buchidee war, was im letzten Jahr zu einem Konzept wurde, wird jetzt zu einem Kurs, den ich mit einer Pilotgruppe im Oktober starten darf. Und obwohl ich noch nicht einmal alle Einheiten komplett fertig habe (gerade war Sommerpause mit meinen Kindern auf der Insel), ist der Kurs ab heute ausgebucht. Einfach voll. Ich musste heute schon eine Anfrage leider ablehnen. Aber es wird ein nächstes Mal geben und dann ist sie mit dabei. Ich freue mich wirklich riesig darüber. Vor allem, weil ich bei SELAH lange gar nicht wusste, wohin die Reise eigentlich geht. Die Idee war schon so lange in meinem Kopf. Stress, Entspannung, Selbstfürsorge,…

  • Zwischen Sardinien und Thüringen

    Ob ich im März als Referentin auf der Frauenfreizeit Hessen-Waldeck im Bund FeG sprechen könnte, wurde ich letzte Woche gefragt. Klar, kann ich gerne. Und so bin ich 2027 gleich zweimal ein ganzes Wochenende als Referentin unterwegs. Einmal im März in Hessen und einmal im November in Thüringen. Und während ich so darüber nachdenke, fällt mir auf: Ich war noch nie in meinem Leben in Thüringen. Noch nie. In Brandenburg übrigens auch nicht. Und im Saarland auch nicht. Würde ich fast schon als Bildungslücke einstufen. Eine Reise quer durch Deutschland steht schon länger auf meiner Löffelliste. Am allerliebsten mit unserem Cali. Einfach vier bis sechs Wochen frei nehmen, losfahren und Deutschland entdecken. Nicht nur schnell von A nach B, sondern Städte anschauen, Schlösser, Landschaften, irgendwo…

  • Ich denke an euch

    „Ich denke an euch ❤️“ Als ich heute Morgen aufgewacht bin, war die Nachricht von C. auf meinem Handy.. Sie schreibt mir jedes Jahr am 14. August. So wie ich ihr jedes Jahr am Todestag ihres Sohnes schreibe. Weil ich an diesem Tag an sie denke. Wir beide wissen, was so ein Datum bedeutet. Auch nach vielen Jahren. Heute vor 26 Jahren ist unser Sohn Julian am Strand von Porto Alabe verunglückt. Er war sieben Jahre alt. Früher hätte ich mir nicht vorstellen können, dass dieser Tag irgendwann einmal fast ein ganz normaler Tag sein würde. Wir stehen auf, trinken Kaffee, ich war einkaufen, danach kurz bei einer Freundin und habe ihrer Tochter zum Geburtstag gratuliert. Hab ein Glas Sekt getrunken, erzählt und gelacht. Ich…

  • Rente mit 67. Und ein paar Gedanken, die mich gerade beschäftigen

    Seit mein Mann vor zwei Jahren mit 66 Jahren in Rente gegangen ist, beschäftigt mich das Thema Rente vermutlich ein bisschen mehr als früher.
    Ich selbst muss regulär bis 67 arbeiten. Und eigentlich finde ich das schon blöd. Wieso denn eigentlich bis 67? Wobei „muss“ vielleicht auch das falsche Wort ist. Vielleicht arbeite ich dann sogar noch. Keine Ahnung. Heute bin ich 60 und kann mir durchaus vorstellen, auch mit 67 noch das eine oder andere zu machen.
    Aber ich hätte schon gerne die Wahl.
    Aber jetzt gerade wird wieder darüber diskutiert, ob wir in Zukunft vielleicht noch länger arbeiten sollen. Ob es nun wirklich 68 wird oder ganz anders kommt, weiß natürlich noch niemand. Aber ich werde hellhörig.

    Friedrich Merz hat vor einer Weile über die Lebensarbeitszeit gesprochen und sinngemäß gesagt: Viel wichtiger, ob man mit 67 oder 68 Jahren in die Rente gehen kann ist die Frage, wie lange hat jemand gearbeitet. Wer mit 16 eine Ausbildung beginnt und dann 45 Jahre am Stück arbeitet, der hat ziemlich viel geschafft. Wer später anfängt zu arbeiten und entsprechend weniger Jahre zusammenbekommt, eben weniger. Und kann dann auch erst später in Rente gehen.

    Hä??? Was heißt denn eigentlich „viel geschafft“?
    Ich habe vier Kinder geboren. Wir haben außerdem ein Pflegekind im Alter von anderthalb Jahren bei uns aufgenommen. Meine Kinder zahlen alle in die Rentenversicherung ein. Ich habe mich als junge Mutter bewusst entschieden zu Hause zu bleiben, war viele Jahre für die Kinder da, habe Haushalt gemacht, gekocht, gewaschen, getröstet, Hausaufgaben begleitet, nachts an Betten gesessen und dazu noch nebenbei gearbeitet, damit das Geld reicht. Nur eben nicht 45 Jahre lang Vollzeit und lückenlos in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis.

    Und deshalb habe ich weniger geschafft???

    Ja ok, Kindererziehungszeiten werden bei der Rente berücksichtigt. Das ist gut und richtig. Und natürlich bin ich dafür auch dankbar. Trotzdem passt mein Lebenslauf nicht in dieses schöne Modell: Mit 16 anfangen, 45 Jahre durcharbeiten und dann darfst du früher gehen.
    Und ich kenne viele Frauen meiner Generation, bei denen das genauso ist.
    Wir haben Kinder großgezogen. Manche haben Eltern gepflegt. Viele sind jahrelang beruflich kürzergetreten, weil irgendjemand nun einmal zu Hause sein musste. Und häufig waren wir dieser Irgendjemand. Dazu kommt noch das Ehrenamt.
    Das alles war auch Arbeit. Nur stand auf der Abrechnung am Monatsende eine ziemlich überschaubare Summe. Meistens nämlich gar keine.

    Und jetzt wird darüber diskutiert, ob wir vielleicht noch länger arbeiten müssen. Also, ich arbeite gerne ein bisschen länger, aber auf den Rentenanspruch ab 67 verzichten, mhm…..

    Und wenn ich mich jetzt schonmal politisch auslasse, das kommt ja nicht oft vor, aber gerade beschäftigt mich so einiges, dann lass uns doch mal über den Haushalt sprechen. Ich führe übrigens seit vielen Jahren ein Haushaltsbuch.
    Ich bin mit einem ziemlich einfachen Prinzip groß geworden, und genau so habe ich meine Kinder erzogen: Ich kann auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben, als ich habe.
    Natürlich kann ich einen Kredit aufnehmen. Für ein Haus zum Beispiel. Oder für etwas, das eine Investition in die Zukunft ist. Dann überlege ich aber vorher, ob ich mir das leisten kann und wie ich das Ganze wieder zurückzahle.
    Wenn ich mich dabei völlig verkalkuliere, muss ich die Konsequenzen tragen.
    So funktioniert es bei uns allen.
    Und deshalb verstehe ich zunehmend weniger, warum bei unserem Staat manchmal der Eindruck entsteht, als würden komplett andere Regeln gelten.
    Deutschland nimmt enorme Summen an neuen Schulden auf. Man kann darüber diskutieren, welche davon notwendig sind. Infrastruktur, Verteidigung, Soziales, Bildung und einiges mehr kostet Geld. Alles richtig.
    Aber irgendwann muss doch trotzdem die Frage erlaubt sein: Wer bezahlt das eigentlich alles? Un
    Vielleicht wünsche ich mir inzwischen gar nicht so viel.
    Frieden wäre schön. Freiheit auch. Und Gerechtigkeit. Ein Staat, der vernünftig mit unserem Geld umgeht. Eine Gesellschaft, in der Familienarbeit genauso als Lebensleistung gesehen wird wie 45 Jahre Erwerbsarbeit. Wo Familien gestärkt werden. Wo wir unsere christlichen Werte leben und zeigen können. Und Menschen, die miteinander reden können, auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind.
    Okay. Vielleicht ist das doch ziemlich viel. Aber wünschen darf man ja noch.

    hm

  • Seit wann haben wir eigentlich Angst vor Obst?

    Manchmal frage ich mich, wann das eigentlich angefangen hat. Wann haben wir aufgehört, einfach einen Apfel, eine Handvoll Beeren oder ein Stück Melone zu essen, ohne vorher darüber nachzudenken, ob der Fruchtzucker vielleicht unserer Leber schadet oder ob das Obst „zu viele Kohlenhydrate“ hat und wir dann nicht abnehmen. Ganz ehrlich? Ich finde das schade. Natürlich enthält Obst Fruchtzucker. Aber Obst besteht eben nicht nur aus Zucker. Es liefert Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und viele sekundäre Pflanzenstoffe. Die Ballaststoffe sorgen außerdem dafür, dass der Zucker viel langsamer aufgenommen wird als bei Süßigkeiten oder Softdrinks. Und klar, wenn du abnehmen möchtest, solltest du das empfohlene Drittel auf deinem Teller eher mit Gemüse füllen. Aber zum Müsli darfst du doch eine normale Portion Obst essen. Immer wieder höre…

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    Belegte Brote

    Bei uns zu Hause gab es früher Leberwurstbrot oder Lyonerbrot. Hin und wieder Käse, selten Schinken. Und immer wieder bekam ich von meiner Mutter Rübenkraut aufs Brot geschmiert. Ich schüttle mich heute noch. Mal unabhängig davon, dass ich Rübenkraut einfach nicht mochte: Ich mag bis heute keinen süßen Brotaufstrich. Weder Marmelade noch Honig. Nutella würde gehen. Aber das gibt es eher selten auf Brot. Höchstens mal auf Crêpes. Oder in einer emotionalen Schieflage auf dem Teelöffel. Direkt aus dem Glas … Naja, eigentlich wollte ich von belegten Broten sprechen. Wenn ich mir die Tellerbilder meiner Teilnehmer anschaue, dann liegen darauf meistens Wurst oder Käse. Mag ich auch. Aber genauso gerne esse ich Brot mit ganz viel Gemüse. Eine dünne Schicht Frischkäse, Ricotta oder selbst gemachter…