Zwischen Sardinien und Thüringen

Ob ich im März als Referentin auf der Frauenfreizeit Hessen-Waldeck im Bund FeG sprechen könnte, wurde ich letzte Woche gefragt.

Klar, kann ich gerne.

Und so bin ich 2027 gleich zweimal ein ganzes Wochenende als Referentin unterwegs. Einmal im März in Hessen und einmal im November in Thüringen.

Und während ich so darüber nachdenke, fällt mir auf: Ich war noch nie in meinem Leben in Thüringen. Noch nie. In Brandenburg übrigens auch nicht. Und im Saarland auch nicht.

Würde ich fast schon als Bildungslücke einstufen.

Eine Reise quer durch Deutschland steht schon länger auf meiner Löffelliste. Am allerliebsten mit unserem Cali. Einfach vier bis sechs Wochen frei nehmen, losfahren und Deutschland entdecken. Nicht nur schnell von A nach B, sondern Städte anschauen, Schlösser, Landschaften, irgendwo bleiben, wo es schön ist, morgens noch nicht genau wissen, wo man abends landet. Wie cool wäre das denn?

Alternativ könnte ich mir sogar eine Reise mit der Bahn vorstellen.

Ich versuche gerade noch, meinen Mann zu begeistern.

Eigentlich verbringen wir den Sommer ja auf Sardinien. Aber auch das ist nun wirklich nicht in Stein gemeißelt. Und wer weiß schon, was nächstes Jahr ist. Auf jeden Fall freue ich mich jetzt erst einmal auf die beiden Wochenenden in Hessen und Thüringen. Und wer weiß, vielleicht sehen wir uns dort ja sogar.

Diese Woche geht bei mir auch so ein bisschen der Urlaub zu Ende. Urlaub im klassischen Sinne ist es ja eigentlich nicht, weil ich quasi am Urlaubsort lebe. Aber die letzten zwei Wochen waren unsere Kinder hier, samt Enkeltochter. Viel Familie, viel Leben, viel Essen, viel Trubel. Heute fliegen sie wieder nach Hause.

Was ich jetzt den Rest der Woche mache: Haus putzen. Betten abziehen. Wäsche waschen. Aufräumen. Und nächste Woche hat mich die Routine wieder.

Die Arbeit an der SCN nimmt gerade ordentlich Fahrt auf. Im September stehen die Zwischenprüfungen an, die ich noch erstellen muss. Danach die Prüfungen korrigieren. Meine neuen Lebe leichter Kurse starten, unser Auffrischungstag für die Lebe leichter Coaches steht an, die Pilotgruppe von SELAH beginnt, das Ernährungsmodul an der SCN möchte überarbeitet werden, Podcastaufnahmen … und wahrscheinlich habe ich gerade noch irgendetwas vergessen.

Mir geht die Arbeit jedenfalls nicht aus. Und ich liebe es halt auch.

Immer nur Schlendrian, Urlaub, morgens gucken, was der Tag so bringt, ans Meer fahren, abends Wein trinken? Ich lieb es ja. Aber ich brauche auch Ideen. Projekte. Irgendetwas, wo mein Kopf anfängt zu rattern. So ticke ich.

Apropos Wein.

Ab September ist bei mir mal wieder 100 Prozent Lebe leichter angesagt. Denn: Dieser sardische Sommer war kulinarisch sehr… gesellig.

Straßenfeste. Dorffeste. Geburtstage. Besuch der Kinder. Einladungen. Spontane Treffen mit den Nachbarn. Aperol hier, Wein da, Pizza sowieso, Kuchen, Eis…..insgesamt von allem etwas zu viel.

Im Sommer trage ich ja fast ausschließlich Röcke, kurze Hosen und irgendwelches dehnbares Zeug. Das ist sehr praktisch, weil dehnbares Zeug erstaunlich lange schweigt. Meine langen Hosen werden vermutlich gesprächiger sein 😉

Und ich fürchte mich tatsächlich ein kleines bisschen vor dem Moment, wenn ich irgendwann wieder meine Herbstklamotten aus dem Schrank hole. Deshalb werde ich ab September gemeinsam mit meinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern mal wieder ganz brav das machen, was ich seit Jahren erzähle: drei Mahlzeiten essen. Vernünftig auswählen. Mich mehr bewegen. Minis und Maxis im Blick behalten. Und aufhören, jeden Abend so zu behandeln, als wäre irgendwo in Sardinien gerade Ferragosto.

Ich überlege sogar, mir für eine Weile ein Alkoholverbot zu verordnen. Ich überlege…..

Falls du mit mir zusammen starten möchtest, kannst du dich übrigens gerne zu einem meiner Kurse anmelden. Gemeinsam geht’s einfach leichter.

hm

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    Aber ich hätte schon gerne die Wahl.
    Aber jetzt gerade wird wieder darüber diskutiert, ob wir in Zukunft vielleicht noch länger arbeiten sollen. Ob es nun wirklich 68 wird oder ganz anders kommt, weiß natürlich noch niemand. Aber ich werde hellhörig.

    Friedrich Merz hat vor einer Weile über die Lebensarbeitszeit gesprochen und sinngemäß gesagt: Viel wichtiger, ob man mit 67 oder 68 Jahren in die Rente gehen kann ist die Frage, wie lange hat jemand gearbeitet. Wer mit 16 eine Ausbildung beginnt und dann 45 Jahre am Stück arbeitet, der hat ziemlich viel geschafft. Wer später anfängt zu arbeiten und entsprechend weniger Jahre zusammenbekommt, eben weniger. Und kann dann auch erst später in Rente gehen.

    Hä??? Was heißt denn eigentlich „viel geschafft“?
    Ich habe vier Kinder geboren. Wir haben außerdem ein Pflegekind im Alter von anderthalb Jahren bei uns aufgenommen. Meine Kinder zahlen alle in die Rentenversicherung ein. Ich habe mich als junge Mutter bewusst entschieden zu Hause zu bleiben, war viele Jahre für die Kinder da, habe Haushalt gemacht, gekocht, gewaschen, getröstet, Hausaufgaben begleitet, nachts an Betten gesessen und dazu noch nebenbei gearbeitet, damit das Geld reicht. Nur eben nicht 45 Jahre lang Vollzeit und lückenlos in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis.

    Und deshalb habe ich weniger geschafft???

    Ja ok, Kindererziehungszeiten werden bei der Rente berücksichtigt. Das ist gut und richtig. Und natürlich bin ich dafür auch dankbar. Trotzdem passt mein Lebenslauf nicht in dieses schöne Modell: Mit 16 anfangen, 45 Jahre durcharbeiten und dann darfst du früher gehen.
    Und ich kenne viele Frauen meiner Generation, bei denen das genauso ist.
    Wir haben Kinder großgezogen. Manche haben Eltern gepflegt. Viele sind jahrelang beruflich kürzergetreten, weil irgendjemand nun einmal zu Hause sein musste. Und häufig waren wir dieser Irgendjemand. Dazu kommt noch das Ehrenamt.
    Das alles war auch Arbeit. Nur stand auf der Abrechnung am Monatsende eine ziemlich überschaubare Summe. Meistens nämlich gar keine.

    Und jetzt wird darüber diskutiert, ob wir vielleicht noch länger arbeiten müssen. Also, ich arbeite gerne ein bisschen länger, aber auf den Rentenanspruch ab 67 verzichten, mhm…..

    Und wenn ich mich jetzt schonmal politisch auslasse, das kommt ja nicht oft vor, aber gerade beschäftigt mich so einiges, dann lass uns doch mal über den Haushalt sprechen. Ich führe übrigens seit vielen Jahren ein Haushaltsbuch.
    Ich bin mit einem ziemlich einfachen Prinzip groß geworden, und genau so habe ich meine Kinder erzogen: Ich kann auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben, als ich habe.
    Natürlich kann ich einen Kredit aufnehmen. Für ein Haus zum Beispiel. Oder für etwas, das eine Investition in die Zukunft ist. Dann überlege ich aber vorher, ob ich mir das leisten kann und wie ich das Ganze wieder zurückzahle.
    Wenn ich mich dabei völlig verkalkuliere, muss ich die Konsequenzen tragen.
    So funktioniert es bei uns allen.
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    Aber irgendwann muss doch trotzdem die Frage erlaubt sein: Wer bezahlt das eigentlich alles? Un
    Vielleicht wünsche ich mir inzwischen gar nicht so viel.
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    hm

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