Wann wurde die Banane eigentlich böse?

Seit wann essen wir eigentlich keine Bananen mehr, weil sie „sooo viel Zucker“ haben? Aber nehmen regelmäßig Magnesiumtabletten.

Seit wann essen wir keinen Lachs mehr, weil er „so fettig“ ist? Aber kaufen uns Omega-3-Kapseln.

Seit wann sind Nüsse problematisch, weil sie so viele Kalorien haben, Kartoffeln verdächtig, weil sie Kohlenhydrate enthalten, und bei Obst müssen wir plötzlich aufpassen, weil da Fruchtzucker drin ist? Gleichzeitig stehen in unseren Küchenschränken Vitaminpräparate, Mineralstofftabletten, Omega-3-Kapseln und Ballaststoffpulver.

Irgendwie verrückt, oder?

Wir haben angefangen, Lebensmittel auf einzelne Nährstoffe zu reduzieren. Die Banane ist dann nicht mehr einfach eine Banane. Sie ist „Zucker“. Die Kartoffel ist „Kohlenhydrate“. Der Lachs ist „Fett“. Die Nüsse sind „Kalorienbomben“.

Aber könnten wir uns mal wieder daran erinnern, dass in natürlichen Lebensmitteln Gutes steckt.

Eine Banane liefert neben ihren natürlichen Kohlenhydraten unter anderem Kalium, Vitamin B6, Ballaststoffe und auch Magnesium. Lachs liefert Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Vitamin B12. Nüsse bringen ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Ballaststoffe, Magnesium und Vitamin E mit. Kartoffeln liefern unter anderem Kalium, Vitamin C und Ballaststoffe und machen dazu noch richtig gut satt.

Und Vollkorngetreide? Ja ich weiß, das enthält Kohlenhydrate. Na und? Die brauchen wir doch auch. Und dazu kommen Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe. Und übrigens auch etwas Eiweiß 😉 Vielleicht sollten wir wieder einfach mal wieder ein bisschen entspannter essen.

Nicht alles, was Zucker, Fett oder Kohlenhydrate enthält, ist deshalb automatisch problematisch. Natürlich kommt es auf die Menge an. Und natürlich gibt es Erkrankungen oder besondere Situationen, in denen bestimmte Lebensmittel eingeschränkt oder Nährstoffe gezielt ergänzt werden müssen. Für unseren ganz normalen Alltag wünsche ich mir aber wieder mehr ganz normales Essen. Alles mit Maß. Möglichst abwechslungsreich. Und möglichst wenig Angst vor einzelnen Lebensmitteln.

Heute lagen bei mir drei ziemlich reife Bananen herum. Ich habe Pancakes daraus gemacht. Und die waren richtig lecker.

Bananen-Hafer-Pancakes

3 reife Bananen
2 Eier
5 EL Haferflocken
2 EL Vollkornmehl
etwas Zimt

Die Bananen mit einer Gabel zerdrücken, Eier, Haferflocken und Vollkornmehl dazugeben und alles gut vermischen. Kurz stehen lassen und anschließend kleine Pancakes in der Pfanne ausbacken. Bei mir wurden es neun Stück. Zum Schluss etwas Zimt darüber. War sehr lecker.

Und was steckt drin? Die Bananen liefern unter anderem Kalium und Vitamin B6, Haferflocken und Vollkornmehl Ballaststoffe und Mineralstoffe und die Eier hochwertiges Eiweiß sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe.

Kein Proteinpulver. Kein Superfood. Keine spezielle „Healthy Pancake“-Mischung.

Einfach Bananen, Eier, Haferflocken und ein bisschen Vollkornmehl. Mach einen Klecks Skyr und ein paar Beeren drauf, und fertig ist ein super leckeres, leichtes und gesundes Frühstück.

Lass mal wieder normal essen 😉

hm

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