|

Ich vermisse

Der Gedanke kam mir gestern spontan. Warum eigentlich nicht? Dachte ich.

Seit diesem Jahr sind alle unsere Kinder aus dem Haus. Und während mich die ein oder andere Freundin bemitleidet, und von mir hören will, dass das doch ein ziemlicher Einschnitt sei, blieb ich immer locker und versicherte jedem, dass mir das überhaupt nichts ausmacht. Es ja das normalste von der Welt ist, dass Kinder irgendwann Flügel bekommen. Und ich kann sehr gut auch alleine sein. Und mach mir mit meinem Mann die Welt, widde widde wie sie uns gefällt. Wir haben ja große Pläne, was die Zukunft betrifft. Wollen reisen, leben, lachen und die Zeit genießen.

Soweit so gut.

Machen wir auch. Haben dieses Jahr Sardinien genossen und die Entscheidung getroffen, nächstes Jahr in der  Frühlings- und Sommerzeit dort zu leben. Waren in Israel, wollen nächstes Jahr nach Norwegen. Peru, Prag und Kuba stehen noch auf unserer Liste. Und nochmal Israel. Wir kommen gut klar, das Haus ist meistens aufgeräumt. Sind ja nicht mehr viele da, die Unordnung machen könnten. Ich habe alle Zeit der Welt meine Todos zu erledigen. Bin mit nichts im Verzug.

ABER: Ich vermisse das Leben im Haus. Das Lachen. Die Musik. Bisschen zu still hier geworden. Und da schleicht sich bei mir doch tatsächlich so eine Sehnsucht nach vergangenen Zeiten ein. Wo die Töpfe und Teller noch ständig in der Küche rumstanden, weil der Sohn mal wieder gekocht hat. Wo das Haus erfüllt war von Klaviertönen und der Stimme der Süßmaus. Wo wir stundenlang am Tisch saßen, diskutiert und gelacht haben.

Und bevor ich jetzt ein Kind von Traurigkeit werde, gebe ich dem Gedanken von gestern nach. Ich fahre sie einfach öfter besuchen. Morgen geht es spontan nach Mainz. Am Dienstag nach Freiburg.

Warum immer darauf warten, bis die Kinder einen besuchen kommen. Warum nicht öfter selber hinfahren?

Hab mich kurz bei Jonathan vergewissert, ob das ok sei. Ob sie irgendetwas vorhaben? Ob es ihnen passt. „Ne, wir haben nichts vor. Wie cool. Wir freuen uns.“

„Und eins ist mir wichtig!!! Wegen mir müsst ihr nix aufräumen oder putzen. Ich hab nur Lust euch zu sehen!“

„Passt schon Mama, wir haben schon aufgeräumt. Und freuen uns auf dich.“

hm

Ähnliche Beiträge

  • |

    Jedes Kilo zählt doppelt

    „Ab jetzt zählt jedes abgenommene Kilo doppelt.“ Meine Teilnehmer schauen mich im November/Dezember immer etwas verwirrt an. Ich erkläre ihnen, dass der Rest in Deutschland jetzt gerade beginnt zuzunehmen. Weil jetzt die Adventszeit beginnt. Weil es so viele Herausforderungen gibt. Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern. Glühwein und Plätzchen. Lebkuchen und Eierpunsch. Da kann man doch nicht abnehmen, denkt jeder. Und jeder denkt: „Jetzt lohnt es sich eh nicht anzufangen. Jetzt genieße ich mal noch die Weihnachtszeit und im neuen Jahr, da nehme ich ab.“ Und während sich alle die Bäuche vollschlagen, genießt du deine drei Mahlzeiten. Mit dem, was dir schmeckt. Aber eben nur den einen Teller. Der zweite Teller schmeckt übrigens nicht anders. Auch nicht besser. Gerne mal ein Spaziergang auf dem Weihnachtsmarkt mit einem Glühwein….

  • | |

    Fit im neuen Jahr

    Das ist jetzt ein bisschen witzig, dass der Artikel, den ich für die Lydia geschrieben habe, gerade heute erscheint. Wenn das mal nicht zum Thema des Podcasts passt: Also bekommst du heute gleich die doppelte Portion Motivation und Ansteckung. Zum Lydia Artikel: HIER Angesteckt? Na dann, viel Spaß beim Hullern, Laufen, Toben mit den Kindern, Fitness mit einer App, auf dem Trampolin, beim Seilspringen oder was dir sonst noch dazu einfällt. Die Sportgeschäfte haben ja leider gerade geschlossen. Aber hier bekommst du auch einen Hula Hoop Reifen: Viel Spaß mit dem Artikel….. ….aber nicht nur lesen, auch tun 😉 Du weißt ja, ich will nur dein Bestes. hm

  • Was bei mir gerade passiert

    Ich gehöre ja nicht zu denjenigen, die morgens um 7:00 Uhr das Haus verlassen und abends um 17:00 Uhr wieder zu Hause sind. Ich muss meine Tage selber gestalten, darf entscheiden, wann ich Freizeit habe und wann ich arbeite. Also meistens. Die Lebe leichter Kurse haben natürlich einen Termin. Wenn ich auf Vorträgen unterwegs bin auch. Aber alles drumherum liegt in meiner Hand. Manchmal hab ich richtig viel Zeit, an anderen Tagen eher weniger. Und manchmal liegt so viel auf meiner To-Do, dass ich vergesse, dass ich ja auch noch einen Blog habe. Aber ich frag mich dann, ob es dich interessiert… …dass es ziemlich auf der Kippe stand, ob ich evtl. auch in Quarantäne muss, weil die Süßmaus positiv getestet wurde. Musste ich nicht….

  • |

    Ricotta

    Die Liste der Gerichte, die ich hier koche ist doch nicht ganz vollständig. Das sind nur so die klassischen und traditionellen Sachen, die man hier so isst. Ich brauche neben dem Salat doch immer mal wieder auch eine Gemüseportion extra. Isst der Rest der Familie nicht immer mit, aber das macht mir gar nix, bleibt für mich halt mehr. Und je nach Lust und Laune experimentiere ich hin und wieder auch. Gestern z. B., hab ich das erste Mal eine Spinat-Lachsrolle gemacht. Mit Ricotta Überhaupt ist Ricotta  mein absoluter Favorit beim mittäglichen Frühstück. Eine Scheibe Ciabatta, oder noch besser, dieses Knusperbrot, was es hier gibt, dick mit Ricotta bestreichen, darauf Tomate und Zwiebeln, that’s it. Hin und wieder pimp ich die Stulle mit Avocadoscheiben oder…

  • Warteschleife

    „Ich fühle mich wie in einer Warteschleife.“, erzähle ich meiner Freundin diese Woche am Telefon. Ja, das treffe es ziemlich, ist sie mit mir einer Meinung. Auch, wenn jetzt nicht wirklich irgendetwas richtig blöd ist, dieses Corona-Ding schwebt dennoch ständig irgendwie so in meinen Gedanken. Wenn ich abends das Licht ausmache, wenn ich morgens aufwache, irgendwie schleicht sich „Corona“ immer ins Hirn. Nervt bisschen. Und ich merke, wie ich hin und wieder die Tage absitze, abends einen Haken setze, wieder einen Tag der Krise geschafft. Dabei will ich doch jeden Tag bewusst leben. Es kommt ja kein Tag wieder. Wenn wir später auf 2020 zurückblicken, wird es dann nur Corona sein, an das wir denken? Wenn ich an meine letzte Woche denke, dann erinnere ich…

  • |

    Wir wachsen mit Abstand

    16 neue Lebe-leichter-Coachs habe ich innerhalb einer Woche ausgebildet. Sechs Teilnehmerinnen waren in Bremen, zehn in Appenweier. Wie sie da am Samstag so brav mit Abstand ihre Pause verbrachten, musste ich einfach ein Foto machen. Was mich jedesmal sehr beeindruckt ist die Erkenntnis, dass jede auf ihre ganz besondere Art die Fähigkeit erwirbt, andere Menschen auf dem Weg zu ihrem Wunschgewicht zu unterstützen. Die eine mit einer ruhigen und gelassenen Art, die andere spritzig und motivierend, eine mit trockenem Humor, die andere mit Tiefgang und klugen Fragen. Jeder Coach ist mit seiner Persönlichkeit und Fähigkeiten ein Gewinn für unser Team. Beate und ich sind sehr stolz auf jede/n von ihnen. 178 Coachs sind momentan am Start – schau doch mal, ob es einen Kurs in…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert