| |

Selbst gemachtes Kimchi

„Wow, das ist ja lecker. Schickst du mir bitte mal das Rezept?“ Das Frauenteam unserer Kirche war bei mir zu einer Besprechung und ich hatte ein paar Kleinigkeiten zum Essen vorbereitet. Unter anderem auch mein Kimchi.

Ich bin ein großer Fan von Milchsäurebakterien. Die kleinen Dinger leisten in unserem Darm großartiges und stärken unser Immunsystem. Milchsäurebakterien kann man in allen möglichen Formen zu sich nehmen. Es gibt sie in Tablettenform, aber auch ganz natürlich. Im Sauerkraut z. B., im Sauerteigbrot, im Jogurt. Und im milchsauer eingelegten Gemüse. Während unsere Großmütter saisonales Gemüse so für den Winter haltbar gemacht haben, war diese Form des Einmachens in der Vergangenheit fast ein bisschen in Vergessenheit geraten. Aber feiert in der letzten Zeit ein Come back.

Mein absoluter Favorit ist koreanisches Kimchi. Es gibt etliche Rezepte. Ich mag es, wenn es nicht ganz zu scharf ist und auch mit ein bisschen weniger Knoblauch.

Hier mal mein Rezept:

Zutaten:

1 Chinakohl

30 – 50 g Salz (ca. 2% Salz im Verhältnis zum Kohl)

150 ml Wasser

1 TL Gemüsebrühe

30 g Reismehl

3 EL Rohrzucker

1 mittelgroßer Rettich

1 große Karotte

3 Frühlingszwiebeln

2 – 6 Knoblauchzehen (normalerweise kommt in Kimchi viel Knoblauch rein. Ich nehme immer etwas weniger, weil man sich sonst nicht mehr mit Leuten unterhalten kann 😉

Kleines Stück Ingwer

30 ml Sojasoße

1 – 5 TL Chiliflocken (je nachdem, wie scharf du es magst)

2 gehäufte EL Edelsüßpaprika

1 rote Paprika

1 Apfel oder Birne

Chinakohl in mundgerechte Stücke schneiden und unter fließendem Wasser abwaschen. Abtropfen lassen. Mit dem Salz vermengen und ca. 2 Stunden ruhen lassen. Wasser, Gemüsebrühe mit Mehl unter Rühren aufkochen, anschließend den Zucker einrühren. Abkühlen lassen. Rettich und Möhre putzen und in Stifte reiben. Frühlingszwiebel waschen und in feine Streifen schneiden.

Ingwer und Knoblauch schälen. Zusammen mit der Paprika, dem Apfel/der Birne, der Sojasoße und den Gewürzen im Mixer fein pürieren. Reispaste dazugeben und alles gut miteinander vermengen.

Den Chinakohl nach den zwei Stunden mit Wasser abwaschen und abtropfen lassen. Alle Zutaten miteinander vermengen und gut durchkneten. Geht am besten mit den Händen.

Das Kimchi in Einmachgläser geben und festdrücken. Achte darauf, dass die Flüssigkeit das Gemüse bedeckt. Gläser verschließen und für mindestens  3 Tage bei Raumtemperatur fermentieren lassen. Danach kannst du die Gläser in den Kühlschrank stellen. Das Kimchi ist ca. 2 Monate haltbar.

Ganz wichtig: Achte darauf, dass du absolut sauber arbeitest 😉

hm

Ähnliche Beiträge

  • Die Kinder sind da

    Schon seit ein paar Jahren planen wir, den Schuppen zu einem Zimmer auszubauen. Unser Haus hat ca. 76 qm Wohnfläche, 3 Zimmer Küche Bad. Die drei Zimmer haben wir immer als Schlafzimmer genutzt mit jeweils zwei Betten. Mit der Entscheidung, das Haus zu sanieren und hier den Frühling/Sommer zu verbringen war klar, dass wir für die kalten und regnerischen Tage im Frühling ein Wohnzimmer brauchen. Und aus dem Schuppen sollte ein Gästezimmer werden. Das Dach wurde vor ein paar Jahren gedeckt. Verputzt und gefliest ist es auch schon eine Weile. ABER. Bis jetzt hat uns der Schuppen immer als Lagerraum gedient. Alles, was nicht ständig gebraucht wird, wurde dort abgeladen. Über ein paar Jahre lagen z. B. die Holzbalken für das Dach dort. Weil wir…

  • | | |

    Nix los aufm Blog

    Also das ist ja hier echt lahm geworden. So lange Pausen zwischen den Blogeinträgen. Was ist los mit mir? Wieso dümpelt der Blog so vor sich hin??? Hast du dich auch schon gefragt? Frag ich mich auch seit einer Weile. Aber weißt du, was ich mich ganz oft frage? Was soll ich schreiben? Was interessiert die Leser? Welche Zielgruppe hab ich? Um was geht’s mir hier eigentlich? Was will ich mit dem, was ich schreibe erreichen? Blog schreibe ich jetzt seit November 2006. Das sind jetzt fast 15 Jahre. Vielleicht ist die Luft bisschen raus. Vielleicht ist alles geschrieben, was geschrieben werden soll. Vielleicht hat sich aber auch einiges verändert. In der letzten Zeit war ich ein bisschen bei Instagram unterwegs. Hab die Camper-Test-Story erstellt,…

  • |

    Gebet und Glaube hilft

    „Liebe Heike, es tut mir so leid, aber ich kann am Wochenende nicht teilnehmen, ich liege krank im Bett.“ E. war untröstlich, sie hatte sich so auf die Lebe-leichter-Ausbildung am Wochenende gefreut. „Ich bete, dass du dich diese Nacht gesund schläfst und morgen fit bist. Aber du entscheidest, ob du dabei bist.“, schreibe ich ihr zurück. Und dann hab ich gebetet. Und war heute morgen erwartungsvoll. Meine erstes Meeting im neuen Büro. Die Freude war groß, als E. dann im Zoom-Meeting zusammen mit den anderen 9 Azubis erschien. Gebet und Glaube hilft. Und so bilde ich gleich mal zu Beginn des Jahres 10 neue Lebe-leichter-Coachs aus. Die Ausbildung war ausgebucht. Zwei Anwärterinnen mussten wir leider absagen. Aber der nächste Termin ist schon im März. Bei…

  • |

    Meraviglioso

    Bei Temperaturen um die 20 Grad sind wir letzte Woche auf der Insel angekommen. Während wir sonst nach unserer Abreise im Sommer alles winterfest machen, die Matratzen einpacken, alles was Stoff ist luftdicht verschließen, Gas abdecken, Küchengeräte einpacken und das Sofa in Folie verpacken, haben wir vor zwei Monaten alles stehen gelassen. Mit dem Wissen, dass wir im November wiederkommen. Was soll ich sagen. Das Wiederkommen war wundervoll. Nichts war feucht, kein modriger Geruch, es war so, als kämen wir gerade vom Einkaufen wieder nach Hause. Klar lag etwas Staub herum, die Blätter vom Wein sind gefallen und natürlich war die Terrasse schmutzig. Aber im Haus war alles trocken geblieben. Wir hatten alle Fenster offen gelassen und der Durchzug hat wohl die Feuchtigkeit fern gehalten….

  • | |

    Was du mit einer Mandarine zu tun hast

    Gestern die 9. Stunde im Body Spirit Soul Kurs, Thema: Soul – was wird. Was kannst du dafür tun, dass es deiner Seele in der Zukunft gut geht? Da gab es eine ganze Menge Stoff, den wir gesammelt haben. Völlig fasziniert bin ich allerdings von den Plänen ihrer Zukunft, die meine Frauen aus der Tasche zogen. So habe ich gestern ganz nebenbei erfahren, dass meine Tochter ihren 30. Geburtstag in einer Hütte in der Schweiz feiern will, mit Blick auf die Berge, und dass sie nach Indien, Afrika und Japan will.   Zum Schluss ging es um die Erkenntnis, dass wir uns von der Vorstellung verabschieden müssen, von allen gemocht zu werden. Wenn ich entscheiden dürfte, dann würde ich mir wünschen, dass mich alle Menschen,…