Erschwerte Bedingungen

Morgen starten meine neuen Lebe leichter Kurse. Und diesmal mache gleich selber mit.

Die letzten Wochen hier auf Sardinien waren ernährungstechnisch etwas herausfordernd. Wir haben inzwischen ein richtig schönes Verhältnis zu unseren sardischen Nachbarn und werden zu sämtlichen Geburtstagen, Festen und Feierlichkeiten eingeladen. Und wer Sardinien kennt, weiß: Gefeiert wird hier nicht mit ein paar Salzstangen und einem Glas Wasser.

Es gibt Essen. Viel Essen. Mehrere Gänge. Wein natürlich auch. Erst gestern Abend wieder beim Geburtstag von C. standen irgendwann zwei Torten und ein Tiramisu auf dem Tisch. Und zack, hatte ich einen Teller in der Hand. Mit allem. Natürlich ungefragt. Ich weiß, ich hätte „No Grazie“ sagen können. Hab ich nicht…..

Dazu kommen unsere deutschen Freunde hier, mit denen wir uns auch gerne treffen. Mein eigener Geburtstag, den ich dieses Jahr ausgiebig gefeiert habe. Der heiße Sommer, in dem ich mich eher selten bewegt habe. Und überhaupt … Erschwerte Bedingungen eben. Naja. Ausreden lassen sich immer finden. Deshalb freue ich mich tatsächlich auf morgen.

Ich merke nämlich, dass mir meine eigenen Lebe leichter Regeln gerade richtig guttun würden. Drei Mahlzeiten. Pause dazwischen. Genug trinken. Bewusst genießen. Mich wieder mehr bewegen. Und vor allem wieder ein bisschen mehr Normalität ins Essen bringen.

Also stehe ich morgen früh auf der Waage, genau wie meine Teilnehmer auch. Und Weihnachten bin ich dann wieder schlank. Genau wir meine Teilnehmer auch.

hm

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  • Rente mit 67. Und ein paar Gedanken, die mich gerade beschäftigen

    Seit mein Mann vor zwei Jahren mit 66 Jahren in Rente gegangen ist, beschäftigt mich das Thema Rente vermutlich ein bisschen mehr als früher.
    Ich selbst muss regulär bis 67 arbeiten. Und eigentlich finde ich das schon blöd. Wieso denn eigentlich bis 67? Wobei „muss“ vielleicht auch das falsche Wort ist. Vielleicht arbeite ich dann sogar noch. Keine Ahnung. Heute bin ich 60 und kann mir durchaus vorstellen, auch mit 67 noch das eine oder andere zu machen.
    Aber ich hätte schon gerne die Wahl.
    Aber jetzt gerade wird wieder darüber diskutiert, ob wir in Zukunft vielleicht noch länger arbeiten sollen. Ob es nun wirklich 68 wird oder ganz anders kommt, weiß natürlich noch niemand. Aber ich werde hellhörig.

    Friedrich Merz hat vor einer Weile über die Lebensarbeitszeit gesprochen und sinngemäß gesagt: Viel wichtiger, ob man mit 67 oder 68 Jahren in die Rente gehen kann ist die Frage, wie lange hat jemand gearbeitet. Wer mit 16 eine Ausbildung beginnt und dann 45 Jahre am Stück arbeitet, der hat ziemlich viel geschafft. Wer später anfängt zu arbeiten und entsprechend weniger Jahre zusammenbekommt, eben weniger. Und kann dann auch erst später in Rente gehen.

    Hä??? Was heißt denn eigentlich „viel geschafft“?
    Ich habe vier Kinder geboren. Wir haben außerdem ein Pflegekind im Alter von anderthalb Jahren bei uns aufgenommen. Meine Kinder zahlen alle in die Rentenversicherung ein. Ich habe mich als junge Mutter bewusst entschieden zu Hause zu bleiben, war viele Jahre für die Kinder da, habe Haushalt gemacht, gekocht, gewaschen, getröstet, Hausaufgaben begleitet, nachts an Betten gesessen und dazu noch nebenbei gearbeitet, damit das Geld reicht. Nur eben nicht 45 Jahre lang Vollzeit und lückenlos in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis.

    Und deshalb habe ich weniger geschafft???

    Ja ok, Kindererziehungszeiten werden bei der Rente berücksichtigt. Das ist gut und richtig. Und natürlich bin ich dafür auch dankbar. Trotzdem passt mein Lebenslauf nicht in dieses schöne Modell: Mit 16 anfangen, 45 Jahre durcharbeiten und dann darfst du früher gehen.
    Und ich kenne viele Frauen meiner Generation, bei denen das genauso ist.
    Wir haben Kinder großgezogen. Manche haben Eltern gepflegt. Viele sind jahrelang beruflich kürzergetreten, weil irgendjemand nun einmal zu Hause sein musste. Und häufig waren wir dieser Irgendjemand. Dazu kommt noch das Ehrenamt.
    Das alles war auch Arbeit. Nur stand auf der Abrechnung am Monatsende eine ziemlich überschaubare Summe. Meistens nämlich gar keine.

    Und jetzt wird darüber diskutiert, ob wir vielleicht noch länger arbeiten müssen. Also, ich arbeite gerne ein bisschen länger, aber auf den Rentenanspruch ab 67 verzichten, mhm…..

    Und wenn ich mich jetzt schonmal politisch auslasse, das kommt ja nicht oft vor, aber gerade beschäftigt mich so einiges, dann lass uns doch mal über den Haushalt sprechen. Ich führe übrigens seit vielen Jahren ein Haushaltsbuch.
    Ich bin mit einem ziemlich einfachen Prinzip groß geworden, und genau so habe ich meine Kinder erzogen: Ich kann auf Dauer nicht mehr Geld ausgeben, als ich habe.
    Natürlich kann ich einen Kredit aufnehmen. Für ein Haus zum Beispiel. Oder für etwas, das eine Investition in die Zukunft ist. Dann überlege ich aber vorher, ob ich mir das leisten kann und wie ich das Ganze wieder zurückzahle.
    Wenn ich mich dabei völlig verkalkuliere, muss ich die Konsequenzen tragen.
    So funktioniert es bei uns allen.
    Und deshalb verstehe ich zunehmend weniger, warum bei unserem Staat manchmal der Eindruck entsteht, als würden komplett andere Regeln gelten.
    Deutschland nimmt enorme Summen an neuen Schulden auf. Man kann darüber diskutieren, welche davon notwendig sind. Infrastruktur, Verteidigung, Soziales, Bildung und einiges mehr kostet Geld. Alles richtig.
    Aber irgendwann muss doch trotzdem die Frage erlaubt sein: Wer bezahlt das eigentlich alles? Un
    Vielleicht wünsche ich mir inzwischen gar nicht so viel.
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    Okay. Vielleicht ist das doch ziemlich viel. Aber wünschen darf man ja noch.

    hm

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    Lob auf den Lippen und weniger auf den Rippen

    „Ach ich müsste alle Feedbacks filmen, und sie dann online stellen.“, denke ich bei jedem Lebe-leichter-Kursabschluss. Ich kann mir immer gar nicht alles merken, was meine Teilnehmer alles erreicht und verändert haben. Wenn sie da mit Glanz in den Augen, Lob auf ihren Lippen und 10 kg weniger auf den Rippen von der Leichtigkeit erzählen, und wie sehr ihnen das Programm geholfen hat, und wie leicht es ihnen in der Vorweihnachtszeit gefallen sei. Aussagen wie: „Das ist genau MEIN Programm, so einfach kann abnehmen sein.“, oder „Nie hätte ich gedacht, dass ich im Herbst diese 9 kg schaffe.“, und „Ich bin einfach nur glücklich, nein oberglücklich, ich laufe den ganzen Tag lachend durchs Haus. Weil endlich diese blöden Pfunde weg sind, und mir meine Klamotten…

  • Ein letztes Mal

    Ein letztes Mal walken an der Strandpromenade. Ein letzter Cappuccino an der Strandbar, und ich hab mir dann doch heute mal ein Croissant gegönnt. Eine letzte Bootsfahrt. Ein letztes Mal schwimmen. Die letzte Maschinenwäsche läuft, heute wird das Haus geputzt und winterfest gemacht. Morgen dann noch ein spätes Frühstück und ab 12:00 Uhr verlassen wir Richtung Flughafen unser Feriendomizil. Vier Wochen sind echt lang, und dennoch bin ich jedes Jahr immer wieder überrascht, wie schnell die Zeit hier dann doch vergeht. hm          

  • Danke für die Freundschaft

    Ein paar wunderschöne Tage mit unseren engsten Freunden aus Deutschland liegen hinter uns. Und während wir zusammensaßen, gegessen, geredet und gelacht haben, dachte ich wieder einmal: Es ist schon etwas sehr Besonderes, wenn Freundschaften so lange währen. Es gibt ja die unterschiedlichsten Arten von Freundschaften. Menschen kommen in unser Leben und verschwinden nach einer Weile wieder. Andere begleiten uns über viele Jahre. Man teilt eine intensive Zeit miteinander, erlebt viel, kennt sich gut und irgendwann gehen die Wege doch in unterschiedliche Richtungen. Und dann gibt es diese wenigen Menschen, die irgendwie bleiben. Durch verschiedene Lebensphasen hindurch, durch Nähe und Entfernung, durch Veränderungen, manchmal sogar durch Zeiten, in denen man sich weniger sieht oder hört. Je älter ich werde, desto mehr merke ich, dass Freundschaft für…