Aprilwetter

Als ich am Freitagmittag von meinem Termin mit Joanna Haverkamp zurück in mein Hotelzimmer kam ahnte ich schon, dass es mit einem Spaziergang nach Meersburg nichts wird. Und tatsächlich setzte kurz danach das Unwetter ein. Dicke Hagelkörner, stürmische Böen wechselten sich mit Sonnenschein ab. Mir verging sogar die Lust mit dem Auto nach Meersburg zu fahren um die Schlösser zu besichtigen.

Dann eben nicht. Ich schnappte mir meinen Rechner und erledigte ein bisschen Büroarbeit. Muss ich dann nächste Woche nicht mehr machen. Auch gut.

In einem trockenen Moment zog es mich dann allerdings doch nochmal raus. Wenigstens einmal kurz zum See. Ich zog mir den Schal über den Kopf, Kapuze an und ging zur Uferpromenade und dann am See entlang Richtung Meersburg. Tja, und mittendrin kam dann wieder der Sturm. Ich hab echt kurz gedacht, mich weht es weg. Wind, Regen, Hagel und die Gischt vom See. Das volle Programm. Ich also wieder umgedreht und von jetzt auf gleich war die Sonne wieder da. Bestes Aprilwetter am letzten Tag im März.

Ich hab’s genossen. Die frische Luft, den Blick auf den Bodensee, die Begegnungen bei den zwei Veranstaltungen und ein gewaltiges Feedback nach meinen Vorträgen.

 

Weil der halbe Schwarzwald gesperrt ist, kam ich dann auch irgendwann nach 16:00 Uhr zu Hause an.

Falls du übrigens eine wirklich schöne Unterkunft in der Nähe von Meersburg suchst:

Sonnenhof Hagnau

KANN ICH SEHR EMPFEHLEN*.

hm

*unbezahlte Werbung

Ähnliche Beiträge

  • | |

    Niemand lebt im Bilderbuch

    Eigentlich wollte ich in meinem Halbjahresrückblick über das Thema Ruhe sprechen. Weil mich das in diesem Jahr ziemlich viel beschäftigt hat. Weil ich immer noch mit dem Gedanken spiele, über dieses Thema der Ruhe, Achtsamkeit und Entschleunigung ein Buch zu schreiben. Das Konzept habe ich seit 2019. Weil ich viele Gespräche darüber mit meinem Sohn hatte, und selber echt schon sehr viel umsetze. Aber so ganz rund sind meine Gedanken dazu noch nicht, und ich will ja nicht so eine semigute Podcastfolge aufnehmen. Dann dachte ich, ich mache einen Israel-Reisebericht, den ich vielen schon angekündigt habe. Das ist ja schließlich auch etwas, was ich im 2. Halbjahr 2022 erlebt hat. Und der wird auch richtig gut, weil ich von unserer kompletten Reise erzählen werde. Von…

  • |

    Nur ein Ausschnitt

    Dienstag war ich mit einer Freundin in Oristano. Die Städte hier, in denen es Einkaufszentren gibt, sind alle mindestens eine Stunde entfernt. I. hatte etwas zu erledigen und mich gefragt, ob ich mitmöchte. Naja, von möchten war keine Rede. Aber da ich gerne Zeit mit I. verbringe und weiß, wie nervig die Fahrt dorthin alleine ist, bin ich mitgefahren. Unabhängig davon gibt es in Oristano einen Lidl. Und da finde ich immer ein paar Kleinigkeiten, die es hier in der Nähe nicht gibt. Oder nur in schlechter Qualität oder völlig überteuert. Wir also nach Oristano. Auf der Strecke gibt es ein süßes kleines Café, in dem es die allerleckersten Törtchen gibt. Da halten wir auf der Rückfahrt immer. Wir trinken einen Cappuccino und gönnen uns jeweils ein…

  • |

    Neue Kurse virtuell

    Ob ich keine Lebe-leichter-Kurse präsent anbiete, fragt mich unsere Mitarbeiterin, als ich ihr meine Termine für die Website schreibe. Eigentlich würde Präsenz wieder gehen. Eigentlich hatte ich mich auch drauf gefreut. Aber diesmal muss ich wegen den Räumlichkeiten passen. Für meine Lebe-leichter-Kurse habe ich immer den großen Saal unserer Kirche gemietet. Da hatten wir ausreichend Platz. Mit und ohne Abstand. Aber als ich meinen Mann letzte Woche fragte, ob gewährleistet ist, dass ich den Raum bis Juli durchgehend nutzen kann, kam er ins Zweifeln. Eher nicht. Wir bauen um. Schon vor der Pandemie war der Gottesdienstraum fast zu klein. In den letzten beiden Jahren haben wir natürlich, wie alle anderen Kirchen auch einen Rücklauf der Besucher erfahren. Nicht alle hatten so Lust mit Maske im…

  • | | |

    Das Geheimnis meines Erfolges

    Grau würde mir ein bisschen guttun, aber ich gehöre eher zu den Schwarzweißmenschen. Man nennt uns auch Perfektionisten. Also, ich bin keinesfalls perfekt, aber habe bei gewissen Dingen schon diesen Anspruch. Und stehe mir damit öfter selber im Wege bzw. setze mich unter Druck. Ich liebe es, wenn Dinge professionell sind und in dem was ich tue, will ich exzellent sein. Damit lebe ich jetzt seit 55 Jahren und habe ein gewisses Maß an Gelassenheit gewonnen, wenn es dann doch mal nicht so 100% so ist, wie ich das eigentlich gerne hätte. Ich kann mich entscheiden locker zu bleiben, fünf gerade zu lassen und Gelassenheit  zu buchstabieren. G E L A S S E N H E I T Das ist übrigens die super gute…

  • Wir bringen sie nach Hause

    Im November auf die Insel, das gab es bei uns noch nie. Wie kommen wir dazu, im Herbst nach Sardinien zu fahren? Da wir zukünftig öfter dort sein werden, auch wenn die Temperaturen unter 20 Grad sind, haben wir uns im Sommer in jedes Zimmer eine Klimaanlage einbauen lassen. Naja, und jetzt wollen wir mal testen, wie gut die Teile heizen. Am Dienstag geht’s los. Zumindest in der ersten Woche ist das Wetter noch sehr mild, mal sehen, wie sich das im Laufe des Novembers entwickelt. In der zweiten Woche haben wir einen wichtige Termin, davon erzähle ich am Ende des Jahres im Podcast, und wann wir dann zurückfahren, wissen wir noch nicht. Spätestens am 5. Dezember sind wir wieder in Deutschland. Denn am 6….

  • Sie weiß, was ich liebe

    „Wann kommt ihr nach Hause?“, wollte die Süßmaus wissen. „Wissen wir noch nicht. Die Fähre geht am Donnerstag um 11:00 Uhr. Um 19:00 Uhr sind wir in Livorno. Wenn wir Bock haben, fahren wir durch, dann sind wir Freitag früh da. Wenn nicht, dann übernachten wir irgendwo bei Parma. Je nach Wetter fahren wir noch an den Comer See. Vielleicht übernachten wir da. Dann würden wir erst am Samstag zurück sein. Wenn nicht, dann am Freitagnachmittag.“ „Wäre besser, wenn ihr später zurück kommt.“ Aha, sie will noch aufräumen…. Durchfahren war keine Option für uns. Wir wollten den Urlaub ja nicht mit Stress beenden. Außerdem hatte die Fähre knapp 2 Stunden Verspätung. In Parma haben wir einen ruhigen Parkplatz zum Übernachten gefunden. Ein Ausflug an den Comer-See…

Ein Kommentar

  1. Liebe Heike,
    da stimm ich dir voll und ganz zu: der Sonnenhof in Hagnau hat eine super ruhige Lage mit vielen verschiedenen Zimmern und Blick bis rüber in die Schweiz.
    Dein Vortrag am Freitag in Meersburg war total schön und ergreifend für mich. So ehrlich, emotional und lustig wie du gesprochen hast. Ich hätte dir noch ewig zuhören können, vielen vielen Dank für den schönen Abend.

Die Kommentare sind geschlossen.