| |

Falten, die Geschichte schreiben

Seit Jahren habe ich ein Morgenritual, dass nur ganz selten mal aufgrund von zeitlichen Engpässen geändert werden muss. Wenn mein Wecker klingelt, oder ich vorher wach werde, stelle ich als erstes den Kaffeeautomat an und lasse mir die erste Tasse Kaffee des Tages raus. Währenddessen trinke ich mindestens ein Glas warmes Wasser aus der Leitung. Mit Kaffee gehts entweder wieder ins Bett oder auf meinen Lieblingssessel, je nach Uhrzeit und nachdem, wie warm es schon im Haus ist. Manchmal kommt noch eine Wärmflasche mit dazu. Ich schaue kurz aufs Handy, ob es eine Whatsappnachricht in der Nacht gab, dann schlage ich meine Bibel auf und mache meine Power Hour (was das ist, erklären wir im Body Spirit Soul konkret Praxisbuch). Und danach schaue ich nach, ob Beate etwas geschrieben hat. Heute musste ich so lachen, Weil die Fotos genau das aussagen, worüber ich mich gestern mit unserem Großen unterhalten habe. Das ging ungefähr so:

Der Große: „Mama, du bist doch jetzt 50.“

Ich: „52“

Er: „Ok, aber über 50.“

Ich: „Ja???“

Er: „Also, wenn ich dich jetzt mal so ganz genau anschaue, dann sieht man das jetzt aber auch.“

Ich frag mich gerade, was er mir damit sagen will: „Ja klar.“

Er: „Also, das war mir noch nie so aufgefallen, aber du bekommst langsam Falten.“

Ich weiß jetzt was er mir sagen will: „Ja, ich weiß.“

Da merkt er, in welche Richtung das Gespräch läuft: „Aber die stehen dir richtig gut.“

Ich grinse innerlich weil er aus der Nummer nicht mehr rauskommt: „Ja, danke.“

Er: „Ja echt, hätte ich nicht gedacht, aber du siehst so richtig gut aus.“

Na, da hat er die Kurve gerade noch so bekommen. Seine Frau steht daneben und grinst, innerlich und äußerlich, ich auch.

Da sehe ich heute die Fotos in Beates Blogeintrag, und ja, wir sehen mittlerweile 16 Jahre älter aus. Da regt sich bei mir gar nix was irgendwie komisch oder blöd ist.

Aber was sich in mir regt ist die Dankbarkeit. Für 16 vergangene Jahre, in denen wir mehrere Bücher zusammen geschrieben, das Lebe-leichter- und Body-Spirit-Soul-Konzept entwickelt, auf vielen Veranstaltungen gesprochen und eine besondere Freundschaft aufgebaut haben. Da dürfen ruhig auch ein paar Falten entstehen. That’s life. 

hm

 

Ähnliche Beiträge

  • |

    Segen sein trotz Kontaktverbot

    Gestern bekomme ich einen Anruf. Die Schwägerin einer Lebe-leichter-Teilnehmerin fragt mich nach einem Impulsbuch. Ich erkläre ihr, dass sie das gerne bei uns bestellen kann, frage nach ihrer Adresse und E-Mail um die Bestellung weiterzuleiten. E-Mail habe sie gerade nicht und Onlinebanking mache sie auch nicht. Ob sie es nicht bei mir abholen könne. Mhm, eigentlich lassen wir die Bücher direkt vom Verlag zum Kunden schicken. Sie erzählt weiter, dass ihre Schwester ihr erzählt habe, dass ich auch Referentin sei, und auch in schwierigen Zeiten Lösungen finde….und dann erzählt sie noch ein bisschen weiter……..und ob sie nicht doch das Buch bei mir direkt abholen könne….sie sei morgen Mittag in Oberkirch. Es ist ja Kontaktverbot, denke ich. Und sage zu ihr: „Kommen Sie gerne vorbei, ich…

  • Hochwertig

    Steht der Postbote mit seiner Kollegin vor mir und ruft: „Hallo liebe Heike, schau mal, was ich hier habe, das ist doch bestimmt mal wieder ein Paket mit einer Neuerscheinung für dich, oder?“ WIESO weiß er das??? Und dann erzähle ich ihm, dass das nicht nur irgendwelche Bücher sind, sondern Bibeln, zu denen wir das Vorwort schreiben durften. Er freut sich mit mir. Und er erzählt seiner Kollegin, dass es jetzt schon das zweite Mal ist, dass er mir eine Neuerscheinung liefert. Da freut sie sich auch. Danach Trommelwirbel, wer ist im Haus? Die Süßmaus. Ich zitiere sie zu mir, und ganz andächtig holen wir ein Exemplar der Body Spirit Soul Bibel aus dem Karton. „Mama, ich mach ein Foto von dir, ich will das…

  • |

    Feedback

    Vier Tage Seminar im Monbachtal liegen hinter mir. Wie immer hatten wir schönstes Sommerwetter und eine sehr emotionale und bereichernde Zeit miteinander. Zusammen mit 23 Frauen sind wir in die Inhalte von Body Spirit Soul und Lebe leichter eingetaucht und am Ende war jede so beseelt und motiviert, dass es mir eine große Freude war zu sehen, was unsere Programme nachhaltig für Prozesse auslösen. Heute schrieb mir U: Liebe Heike,   ich möchte dir danke sagen, für diese 4 besonderen Tage im Monbachtal. Sie haben mir sehr gut getan an Seele, Geist und Leib. Du bist sehr authentisch, motivierend, offen, fröhlich, ehrlich, nah und sympathisch – einfach eine sehr begabte Referentin – fast schon Freundin. Deine Inhalte haben mir sehr gut getan, mich berührt und…

  • Party im Küchenschrank

    Als ich Freitagmorgen nach vier Wochen Abwesenheit den Küchenschrank öffnete, ahnte ich es schon, aber ein bisschen Hoffnung hatte ich, dass es nicht so schlimm sein wird. Eine Motte, die rumfliegt ist noch nicht wirklich ein Drama. Sie sind ja recht träge und lassen sich ziemlich schnell beseitigen. Wenn du allerdings drei Stück in deinem Schrank findest, dann hast du ein Problem. Ich erinnerte mich sofort an eine Situation vor knapp 20 Jahren. Meine Freundin rief mich völlig verzweifelt an, sie habe Motten in der Speisekammer. Wir verabredeten uns zum gründlichen Küchenputz. Einen ganzen Tag lang haben wir gebraucht, um alle Vorräte wegzuschmeißen, Dosen, Schränke und Regale auszuwischen. Freitag dachte ich noch, ach nicht so schlimm, und entfernte die drei Motten. Um ein paar Stunden…

  • Ich lebe noch

    Fragt mich meine Schwester letzte Woche per WhatsApp: „Kann es sein, dass du seit 20.6. keinen Blog mehr geschrieben hast?“ Da musste ich selber erstmal nachschauen. Tatsächlich. Mhm, manchmal gibt es ja tatsächlich nix zu schreiben, manchmal ist zu viel los. Ich bekomme dann immer schnell ein schlechtes Gewissen, weil ich nix geschrieben hab. Aber ich schreib ja auch auf dem Body Spirit Soul und dem Lebe leichter Blog, poste hin und wieder mal etwas bei Instagram und Facebook und nehme Podcast auf. Will damit sagen: Ich lebe noch. Eine Beerdigung liegt hinter mir und mein Geburtstag. Eine Body Spirit Soul Ausbildung ein Besuch im Europapark, zwei Fahrten nach Köln und eine nach Bremen. Viele Spaziergänge, das Ende meiner Fleischlos-Challenge und 1000 Kleinigkeiten. Heute nach…

  • | | |

    Zeit für gutes Zeug

    Fahrradfahren gehört nicht so wirklich zu meinen Lieblingssportarten. Aber ich bin wohl noch nie so viel gefahren, wie in den letzten Wochen. Und das liegt jetzt nicht an meiner ach so sportlichen Ader, die übrigens gerade etwas zu Wünschen übrig lässt. Eher aus dem guten Gefühl, dass Fahrradfahren keinen Sprit verbraucht. Was auf der einen Seite meinen Geldbeutel schont und zum anderen die Umwelt. Bei jeder Fahrt, die vor mir liegt frage ich mich: Geht das auch mit dem Fahrrad? Hin und wieder muss ich mit nein entscheiden, aber sehr viel öfter mit ja. Und stelle fest, umso öfter ich mich aufs Rad schwinge, umso selbstverständlicher wird es. Mit Regenhose geht es sogar bei Nieselregen, aber diese Woche feiere ich den Sonnenschein. Und ja, mit…