|

Wenn Zeit keine Rolle spielt

Morgen würde eigentlich eine Podcastfolge mit meinem Halbjahresrückblick erscheinen. Thema:

Land in Sicht

Vor unserer Abreise nach Sardinien hatte ich die vielen To dos sorgfältig geplant. Zwei Podcastfolgen aufnehmen waren nur zwei der Dinge, die ich zu erledigen hatte. Zwischendurch hab ich mir dann immer mal wieder unsere Enkeltochter geholt, weil dann doch jetzt viel Zeit vergeht, wo ich sie nicht sehe. Tja, und dann kündigte sich doch sehr spontan der Sohn aus Mainz mit Frau für das letzte Wochenende an. Sie blieben bis Montagabend. Natürlich kann ich dann keine Podcastfolge aufnehmen. Die Familie geht vor. Wäre unser Auto nicht bis zur Oberkante gepackt gewesen, ich hätte mein Mischpult samt Mikrofon und Kopfhörern noch mitgenommen. ABER, es ging gar nichts mehr.

Werkzeug, neues Geschirr, neue Gläser, Fliesen, ein paar Besorgungen für Freunde, die auf der Insel leben, und die sich freuen, wenn mal jemand aus Deutschland etwas mitbringt. Und dann wird meinem Mann noch eine gebrauchte aber nicht benutzte Klimaanlage angeboten. Da kannst du dir vorstellen, wie wenig Platz im Auto war. Mal gut, dass wir den Hund noch mitnehmen konnten.

Und so gibt es meinen Halbjahresrückblick erst im September. Er wird schön 🙂

Apropos Hund. Ich bin völlig fasziniert von Aimi und stelle wieder einmal mehr fest, dass sie genau der richtige Hund für mich ist. Sie passt zu 100 % zu mir. Vom Wesen, vom Aussehen, vom Aufwand, von einfach allem. Die ersten beiden Wochen auf der Insel war sie läufig, da konnte ich nicht mit ihr an den Hundestrand. Aber seit letztem Wochenende gehen wir immer mal wieder. Ich will dich hier auf dem Blog ja nicht mit meinem Hund langweilen. Falls du mehr wissen möchtest, schau mal bei Instagam:

https://www.instagram.com/aimi_und_ich/

Ob mir mein Leben hier auf der Insel gefällt, fragt mich heute eine Freundin per Whatsapp.

Yes. Wenn ich hier bin, will ich nicht zurück nach Deutschland. Und das hat nicht nur mit der Sonne und dem Meer zu tun. Hier spielt die Zeit einfach nicht so eine wichtige Rolle. Und das gefällt mir irgendwie. Es ist ja kein reiner Urlaub, den wir hier verbringen, aber so eine Mischung aus Urlaub und Alltag. Also so ein Zwischending.

Sobald das Schiff anlegt und das Auto auf die Insel fährt will ich nicht wieder zurück. Dann denken wir ans Auswandern. Aber sobald ich in Deutschland bin, vergesse ich, wie sich das Leben hier anfühlt. Kannst du das verstehen? Ich mag mein Leben in Deutschland auch. Mit der Sauberkeit, der Ordnung, dem Alltag, der Struktur, den gut ausgebauten Straßen, dem Vollkornbrot, den Haferflocken und Matjesfilets. Mit den Kindern, den Freunden und der Kirche.

Und so wird es auch in Zukunft eher ein Leben hier und ein Leben dort geben. Aber hier wird es immer wohnlicher. Die erste Klimaanlage ist eingebaut. Da werden unser Sohn mit Schwiegertochter und Enkeltochter in August wohnen. Für den Rest des Hauses bestellen wir diese Woche die Klimaanlagen. Und dann könnte es evtl. sein, dass wir im Herbst nochmals fahren. Weil man mit Klimaanlage auch ein bisschen heizen kann…..

hm

 

 

Ähnliche Beiträge

  • Tradition

    „Wann machen wir den Herr der Ringe Marathon?“, fragten die Kinder schon im Oktober. „Muss das sein?“, frage ich? „Na klar, ist ja Tradition.“ Ok, vor zwei Jahren haben wir mal einen gemacht. Von 11:00 Uhr morgens bis nachts um 2:00 Uhr. Das ist jetzt nicht wirklich meins, den ganzen Tag Filme schauen, ohne Bewegung, und dann noch bis mitten in die Nacht hinein. Aber, ich schloss mich aus solidarischen Gründen natürlich an. Und muss sagen, es war echt ein richtig schöner Tag. Zwischen dem zweiten und dritten Teil saßen wir draußen an der Feuerschale und haben über unser schönstes Erlebnis des Jahres gesprochen. Letztes Jahr haben wir nach dem ersten Teil aufgegeben. Es war der 2. Weihnachtstag und wir hatten ein Problem mit den…

  • |

    Gelassenheit

    S. rief mich vor ein paar Tagen an. Ich hatte nicht gleich auf ihre E-Mail reagiert und sie wollte wissen, ob ich gesund sei und auf dem Frauentag in Iserlohn wie geplant sprechen werde. „Wir haben so viele Anmeldungen wie noch nie.“ „Klar, ich bin gesund, natürlich komme ich.“ S. ist erleichtert. Zwei Tage später ist sie wieder am Telefon. Die aktuelle Situation verändert sich stündlich, sie muss als Veranstalter absagen. Klar, wenn sogar die Schulen schließen. Wenn sogar die Bundeskanzlerin die Empfehlung gibt, soziale Kontakte auf das Notwendigste zu reduzieren, dann scheint die Lage doch ziemlich ernst zu sein. Unseren Ladiesday haben wir vorsorglich ja auch schon verschoben. Eine Veranstaltung, auf der ich gestern Abend gewesen wäre: abgesagt. Treffen mit Beate am Montag in…

  • Schmiedewerkstatt

    [fusion_builder_container type=“flex“ hundred_percent=“no“ equal_height_columns=“no“ hide_on_mobile=“small-visibility,medium-visibility,large-visibility“ background_position=“center center“ background_repeat=“no-repeat“ fade=“no“ background_parallax=“none“ parallax_speed=“0.3″ video_aspect_ratio=“16:9″ video_loop=“yes“ video_mute=“yes“ border_style=“solid“ padding_top=“0px“ margin_top=“0px“ padding_right=“24px“ padding_left=“36px“][fusion_builder_row][fusion_builder_column type=“1_1″ type=“1_1″ background_position=“left top“ border_style=“solid“ border_position=“all“ spacing=“yes“ background_repeat=“no-repeat“ padding_top=“0px“ margin_top=“0px“ margin_bottom=“0px“ animation_speed=“0.3″ animation_direction=“left“ hide_on_mobile=“small-visibility,medium-visibility,large-visibility“ center_content=“no“ last=“no“ hover_type=“none“ background_color=“var(–awb-color1)“ spacing_left=“0%“ spacing_right=“0%“ min_height=““ link=““][fusion_text] Mein Mann hatte es irgendwann mal im Frühjahr letztes Jahr erwähnt. Dass „Schmieden“ momentan wohl Trend sei, und dass er das auch mal gerne machen würde. Ich also im Netz auf die Suche gegangen und eine Schmiede mit angebotenen Kursen eine Stunde von uns entfernt gefunden. Mein Mann war ziemlich überrascht, als er das Geschenk letztes Jahr von mir bekam, die Jungs etwas neidisch. Ein knappes Jahr hat es gedauert, bis wir den passenden Termin gefunden haben. Was mir richtig gut gefallen hat, dass…

  • |

    Traditionen brechen

    Unser Tannenbaum steht. Seit gestern. Das ist Premiere seit 31 Jahren. Seit ich Kinder habe, wird der Baum erst an Heiligabend geschmückt. So, dass die Kinder ihn nicht sehen konnten. Erst nach dem Gottesdienst, nach dem Abendessen wurde die Wohnzimmertür geöffnet und die Kinder durften den Baum bestaunen. Soweit so gut. Das war schon auch immer sehr besonders, allerdings auch oft mit etwas Stress verbunden. Denn als Pastorenfamilie mussten wir immer sehr rechtzeitig in der Kirche sein. Morgens noch den Einkauf erledigen und da ich oft vorher nicht dazu gekommen war, keine Lust hatte wurden auch die Geschenke oft erst am 24. eingepackt….Und dann jedes Jahr die große Frage: Wo sind denn eigentlich die Lichterketten??? Haben wir kein Tesa mehr??? Ich also gestern in aller Seelenruhe,…

  • | |

    Gehen lassen geht nicht

    Nur noch zwei Wochen bis Weihnachten, nur noch drei Wochen bis zum nächsten Jahr. Wie schnell könntest du jetzt denken: „Ach komm, jetzt lohnt es sich auch nicht mehr……“ „Noch drei Wochen schlemmen, ab nächstes Jahr nehm ich ab.“ „Weihnachten ist ja nur einmal im Jahr, was soll’s.“ „Zieh ich halt nen weiten Pulli an.“ „Wer bringt denn bitteschön in der Weihnachtszeit die Disziplin auf?“ „Nur heute esse ich mal mehr. Morgen esse ich wieder leicht.“ ….. Theoretisch hast du natürlich recht. Aber weißt du, was meistens passiert? Dein Kopf hat registriert, dass du am 1. Januar 2021 disziplinert sein willst. Mehr Sport, weniger essen, gesünder, leichter, geregelter und maßvoller. Da denkt es sich jetzt: „Bevor es wieder anstrengend wird, gönnen wir uns doch nochmal…

  • |

    Ich sag nix

    Schon bei unserer Testfahrt mit dem Cali im Juni war ich begeistert davon, mit wie wenig Ausstattung man im Grunde genommen auskommt. Der Cali stillt mein Bedürfnis nach Minimalismus. Und nach Sauberkeit und Ordnung. Alles hat seinen bestimmten Platz und wird SOFORT aufgeräumt. Unser Sohn schüttelt ständig mit dem Kopf wenn er mich mit Bürste in der Hand den Boden ausfegen sieht. „Mal sehen, wie lange das anhält.“, schmunzelt er.   Hier in unserem Haus ist das mit der Sauberkeit momentan nicht so einfach. Ständig schleppen wir Sand, Beton und anderes Baumaterial durchs Haus. Da spritzt mein Mann mal eben die Dachterrasse ohne Vorwarnung ab und die ganze Suppe läuft am Haus runter. Weil die Regenrinnen auch abmontiert sind. Und während es suppt und tropft…