Primer und Concealer

Montag hatte die Süßmaus frei und ich schlug ihr vor, Zeit mit ihr zu verbringen. „Wir könnten in den Europapark, wenn du Lust hast.“

Hatte sie nicht. Dafür lieber einen Bummel durch dm. Weil mein Töchterchen mich schon immer mal beraten wollte. Die Frage, ob ich einen Concealer benutze, verneinte ich. Auch fand sie, dass ich bei den hellen und wenigen Augenbrauen mal einen Augenbrauenstift benutzen könnte. Und ob ich auch ausreichend Pinsel hätte zum Verblenden…….hä????? Und ich wusste nicht, was ein Primer ist, und was sollte ich verblenden?

„Du hast halt noch so 1900 Zwischenkriegschminkzeug Mama, heute benutzt man ganz andere Sachen.“ Sie weiß das natürlich durch die ganzen Youtube-Ladies.

Also bummelten wir zusammen durch dm, mein Einkaufskorb füllte sich, sie durfte sich auch noch etwas aussuchen. Zu Hause dann das große Experiment. Tochter schminkt Mama.

 

„Wofür ist jetzt der Primer?“, will ich wissen. Sie hält mir einen Spiegel vors Gesicht. „Schau mal, siehst du deine Poren?“ „Ja….?“ „So, da machen wir jetzt ein bisschen Primer drauf, und dann sind die nicht mehr zu sehen.“ „Okay….!“

So ganz konnte ich keinen Unterschied erkennen, aber das kommt vielleicht noch. Und dann wurde ich in das ABC der Schminkkunst des 21. Jahrhunderts eingeführt. Die Süßmaus hatte ihren Spaß, und ich hab echt was gelernt.

Ihr Kurs war tatsächlich nachhaltig, denn ich erwische mich momentan fast täglich beim Auftragen von Primer und Concealer.

Make up und Kajal mache ich mir ins Gesicht, seit ich 16 bin. Ich gehöre noch zu der Generation, die Lidschatten mit den Fingern aufgetragen hat. Rouge auch, und zwar direkt vom Lippenstift auf die Wangen. Ging auch. Und da musste ich doch gleich mal ein paar alte Fotos raussuchen.

Ich mit 16 😉

Die Süßmaus ist mittlerweile 18 und schminkt sich so gut wie nie. Nur zu besonderen Gelegenheiten. Sie ist halt naturschön.

hm

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